Skulptur Projekte Münster – 3

Ich sitze abends auf einer Bank an der Promenade in der Nähe der Skulptur
„Skizze für einen Brunnen“ von der Künstlerin Nicole Eisenmann.
Von hier aus hat man einen guten Blick auf die Arbeit und auf das
interessante Treiben rundherum. Was ist zu sehen?
Ich würde sagen (aus der Distanz, ich habe mich bisher noch keinmal näher
heran gewagt, aus Angst, ins Wasser zu fallen), eine Art Miniaturteich, mit
dunklem Marmor an den Seiten,
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Himmel über der Schulstraße.

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Was sonst noch geschah: Unterwegs im Naturkundemuseum in Berlin.
Mehr Menschen in den Gängen als Präparate in den Vitrinen.

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Interessant, wie sich die Besucherin in der Vitrine mit
dem T-Rex Schädel spiegelt. Vielleicht ein Bild?
Aber gefühlt ist das schon hundert Mal gemalt worden
(Mensch vor Dinosaurier-Knochen, wir, die Dinos von Morgen etc).
Gut aussehen tut es trotzdem.

 

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Rückfall bei einer kleinen Osterrundfahrt am Nachmittag. Völlig unvermittelt stand ich diesem Biest gegenüber. Sofort wurde alles um die Pflanze herum unscharf. Die Agave flüsterte leise: Lieber Malle, malle mir.

Dann, kaum fünfzig Meter weiter, großer Karnickeltreff unter Orangenbäumen.
Vielleicht beides zusammenbringen? Als Bild?
Wie dem auch sei: Frohe Ostern!

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Kurz vor meiner Abreise nach Malle sprach ich noch mit dem Kunsthistoriker S.T. aus M.
S.T. meinte, es gäbe sicher noch andere Pflanzen als Agaven auf Mallorca. Eindeutig ein Hinweis, dass ich mit den Agaven durch bin und ein wohlgemeinter Tipp für künftige Bilder. Was Herr S.T. nicht wusste, ist, dass ich an einer extrem seltenen Wahrnehmungsstörung leide, der sogenannten Agaveritis mediterransis. Betroffene dieser Krankheit, die entfernt verwandt ist mit der Rot-Grün-Sehschwäche, klagen darüber, alle anderen Pflanzen, die keine Agaven sind, nur noch verschwommen wahrzunehmen.
In der extremen Ausformung wird die Agaveritis mediterransis im Volksmund auch „Mezcal-Psychose“ genannt, da man früher davon ausging, dass schlecht gebrannter Agavenschnaps Ursache für das Leiden sei. Bei dieser radikalen Variante sieht der Betroffene außer Agaven überhaupt nichts mehr und muss eingewiesen werden. Heute weiß man, dass Methanol durchaus veheerend auf den Sehsinn schlagen kann, aber die Agaveritis bei einem nüchternen Kopf fast noch stärker zur Wirkung kommt. Ein vielversprechender moderner Therapieansatz besteht darin, Agaven ohne wenn und aber im wahrsten Sinne des Wortes links liegen zu lassen, und sich ganz auf das unscharfe, als sterbenslangweilig empfundene Umfeld zu konzentrieren. Aber die Rückfallquote ist hoch. Viele Betroffene wandern in nordische Länder aus, wo sie nach und nach ihre alte, normale Wahrnehmung zurückgewinnen.

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Spaziergang heute Nachmittag in meiner alten Heimatstadt Moers. Zufällig kam ich am Solimare vorbei, dem Moerser Freibad, das zur Zeit, wie man sieht, ausgiebigst saniert wird.

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Hat nach langer Renovierungszeit wieder geöffnet: Das Sukkulentenhaus im Botanischen Garten in Münster. Früh morgens kann man hier sehr in Ruhe zeichnen.

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Unterwegs im Kölner Dom. Luke Skywalker hat nach der Messe sein Laserschwert vergessen.

Update: Wie ich gerade von einem Star Wars Experten erfahre, ist dies das Schwert von Darth Vader. Luke sass zwei Reihen weiter hinten.

Was sonst noch geschah: Vor der Eröffnung in Bochum Gerthe hatte ich noch eine Stunde Zeit, mich ein bisschen in der Stadt umzusehen. Mir sind da ein paar Dinge aufgefallen. Zum Beispiel, dass die Gerthianer anscheinend einen Fevel für kleine Nippes Figuren haben, wie ich sie manchmal auf Trödelmärkten suche. Einen goldenen, meditierenden Frosch in Buddha-Haltung gab es ausserdem noch zu bestaunen, quasi als buddhistische Variante des christlichen gekreuzigten Frosches von Martin Kippenberger. (Leider habe ich es versäumt, zu fotografieren, kommt noch.)

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Genau, warum immer „Mandarin“ oder „hon-bin“, ich finds klasse.

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Stimmt es wirklich, dass die Bochumer das Rad erfunden haben? Überall werden diese Dinger als scheinbare Beweise aufgestellt.

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Typisches Bochum-Gerthe Schaufenster. Der Passant soll neugierig gemacht werden. Dann geht er in das Geschäft und kauft Nippes Figuren.

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Überraschung am Heiligen Abend im Garten meiner Schwester: Beleuchtete Säugetierschädel. Und da ganz hinten links, ist das nicht etwa…

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…ein Hirschgeweih, von unten so angeleuchtet, dass der Schatten einen Hasen der löffeligsten Art zeigt? Ironischerweise gab es Hasenfilets im Hauptgang, ein Abend, der neugierig auf Ostern macht.

Es endet so, wie es begann: Mit einem Ryanair-Flug der Extraklasse. Im Gepäck habe ich jetzt allerdings eine Menge neue Skizzen, die ich demnächst zu schier unglaublichen Geigle-Gemälden verarbeiten werde. Jetzt aber erstmal sensationelle fünf Minuten zum mitfliegen (und eindösen).

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Für viele Touristen ein wichtiges Symbol Spaniens: Der Osborne-Stier. 1988 sollten einem neuen Landstrassengesetz gemäß alle übers Land verteilten Werbe-Installationen entfernt werden. Urlauber, Künstler und andere Wahnsinnige protestierten, der Fall ging bis zum Obersten Spanischen Gerichtshof. Schliesslich schritt die UNESCO ein. Sie erklärte den Osborne-Stier zum Weltkulturerbe der Weinbrand-Werbetafeln. Seitdem kann man sich den Objekten nur noch bis hundert Meter nähern, da sonst die von der UNESCO installierten Selbstschuss-Anlagen aktiviert werden.

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Almería / Mojácar 6

Sieht aus wie ein üblicher Kreisverkehr. Aber dieser hier in Mojácar hat die erstaunliche GPS-Position 22-23-24h-f5. Die UNESCO hat ihn daher auf die Welterbe-Liste der Kreisverkehre mit erstaunlichen GPS-Koordinaten genommen.

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Seit 241 Jahren hat es in der Wüste von Almería nicht mehr geregnet. Die wenigen noch verbliebenen Pflanzen beziehen ihre Feuchtigkeit aus dem Ultraschallkondensat des Jetstreams, der in grosser Höhe mit 500km/h durch die Meerenge von Gibraltar föhnt.